Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Nachrichten aus dem Kreis


Julia Wiedemann

Bericht vom Neumitgliedertreffen

Der Kreisvorstand lud am 23. November alle neu eingetreten Mitglieder zu einem Kennlerntreffen. Von 17 Mitgliedern, die seit November 2018 unserem Kreisverband verstärken, kamen sieben zum gemütlichen Beisammensein in die Kreisgeschäftsstelle. Von 19 bis 79 Jahren waren alle Altersgruppen vertreten. Und genauso bunt waren auch die beruflichen Hintergründe, ob Steinmetz, Lehrerin, Betriebsrat oder gelernte Schwarzmetallurgin. Gerade diejenigen, die 1989 mitten im Beruf gestanden hatten, mussten sich in der Wendezeit umorientieren, neue Berufe ausprobieren und neue Lebenswege suchen, was sie spürbar geprägt hat.

 

Gemeinsam war allen Neumitgliedern der Wunsch, in dieser sich stetig verändernden Welt selbst gestaltend mitzuwirken. Vor allem der Rechtsruck machte vielen Sorgen, aber auch die konsequente Haltung der LINKEN gegen Krieg und für soziale Gerechtigkeit waren Motivation einzutreten, oder spezifische Themen, wie das konsequente Eintreten gegen Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform.

 

Bei der Frage, zu welchen Themen man sich engagieren möchte, wurden konkrete Ideen eingebracht. Gerade Ältere fühlten sich in dieser Gesellschaft oft abgeschoben, zugleich müssen wir mehr junge Mitstreiter*innen gewinnen. Hier kam die Idee auf, an ein Projekt aus dem Kreisverband Havelland anzuknüpfen, bei dem jüngere Genoss*innen ältere unterstützen, zum Beispiel mit einem Wasserkisten-Bringdienst. Darüber hinaus sollte DIE LINKE sich verstärkt gegen die Vereinzelung engagieren, die unser gegenwärtiges kapitalistisches System mit sich bringt, zum Beispiel sich für kostenlose Räume für Vereine, Mietertreffs in Hochhäuser etc.

 

Für die Öffentlichkeitsarbeit und auch die interne Kommunikation wurden neue Ansätze diskutiert. In Zeiten von Massenmails geht die bisherige Email-Kommunikation manchmal unter, hier bevorzugen jüngere Mitglieder Messengerdienste wie Whatsapp. Auch brauchen wir neue digitale Lösungen für die Vernetzung und Zusammenarbeit. So fehlt es z.B. derzeit an einem internen Bereich auf der Webseite oder einer Cloud, von der aus Mitglieder und Ortsverbände auf Dokumente zugreifen können, oder an einem gemeinsam geführten Kalender. Hier wurde verabredet, dass der Kreisvorstand einen Workshop anbietet, auf dem verschiedene digitale Formen der Öffentlichkeitsarbeit und der Zusammenarbeit vorgestellt werden, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene.

 

Auf dem Treffen wurde gezielt auch nach negativen Eindrücken von der Partei gefragt. Denn nur mit offener Kritik können die Probleme angegangen werden, die dahinter liegen. Hier wurde unter anderem ein kritischerer Blick auf die DDR-Vergangenheit gewünscht und eine klarere Abgrenzung zu linker Gewalt. Auch wurde angemerkt, dass in manchen Ortsverbänden nicht viel los ist, und die Themensetzung der Veranstaltungen sich vor allem an den älteren orientieren. Der Austausch der Generationen sollte verbessert werden, und die Basis mehr Gehört finden. Die Partei darf nicht im AfD-Bashing hängen bleiben, sondern sollte lieber mit ihren eigenen Inhalten nach vorne gehen.

 

Als Verbesserungsideen für den Kreisverband wurde vorgeschlagen, mehr mit gemeinsamen Aktionen zu aktuellen Themen nach außen zu treten, die Ortsverbände besser zu vernetzen und stärker auf junge Leute zuzugehen.

 

Positiv hervorgehoben wurde, dass der Partei Themen wie Fluchtursachenbekämpfung, soziale Gerechtigkeit und Friedenspolitik wichtig sind. Das zeigt, dass unsere Neumitglieder diese Themen auch nach ihrem Eintritt in unserer Partei wiedergefunden haben. Für die praktische Parteiarbeit wurden die bereits bestehenden Gesprächsangebote im Kreisverband, die Wertschätzung und Offenheit und die freundliche Aufnahme geschätzt.

 

Ein besonderer Dank geht an Kerstin Labenz und ihren Mann, die das Neumitgliedertreffen vorbereitet und für eine gemütliche Atmosphäre und wunderbare Verpflegung gesorgt haben.

 


Kontakt zur Online-Redaktion

Peter-Martin Mattigk 

Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit 

Mühlenstraße 15 

15517 Fürstenwalde