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Martina Richter

Sport- und Multifunktionsgebäude Steinhöfel

Teurer Spaß im ehemaligen Schweinestall?

Derzeit sorgt ein geplantes Bauvorhaben für Wirbel. Es geht um den ehemaligen Schweinestall in Steinhöfel, gelegen in der Demnitzer Straße (gegenüber des Angerhauses), der für ca. 2,25 Mio. Euro zu einem Sport- und Multifunktionsgebäude ausgebaut werden soll.

 

Teurer Spaß im ehemaligen Schweinestall?

Derzeit sorgt ein geplantes Bauvorhaben für Wirbel. Es geht um den ehemaligen Schweinestall in Steinhöfel, gelegen in der Demnitzer Straße (gegenüber des Angerhauses), der für ca. 2,25 Mio. Euro zu einem Sport- und Multifunktionsgebäude ausgebaut werden soll.

In der Sitzung des Bauausschusses vom 07.02.2018 wurde erstmals über die Möglichkeit des Ankaufes des Objektes informiert. Im Juni 2018 beschloss die Gemeindevertretung (ohne Stimmen der ‚Aktiven Bürger‘) das Objekt ankaufen zu wollen. Nachdem das Grundstück dann drei Monate später in den Besitz der Gemeinde überging, beantragte die Gemeindevertreter*innenversammlung am 26.09.2018 Fördermittel für den Umbau, obwohl zu diesem Zeitpunkt kein Nutzungskonzept und auch keine Schätzung über die jährlich anfallenden Aufwendungen nach Fertigstellung des Bauvorhabens vorlag auf dem Tisch lag.

Die Fördersumme des Landes Brandenburg für dieses Vorhaben beläuft sich auf ca. 1,69 Mio. Euro, so dass der Eigenanteil der Gemeinde bei etwa 562.000 € angesetzt und am 05.12.2018 in den Haushaltsplan 2019/2020 eingeplant wurde. Nach dem Beschluss zur Beantragung der Fördermittel vom 14. Mai 2019 wurde ein Planungsbüro in Höhe von 75.000 € beauftragt.

Wo liegt das Problem?

Zum einen soll es dem Unterstellen von Gemeindetechnik dienen. Wir fragen uns: Was soll das für Technik sein? Wo steht die Technik derzeit oder geht es um Technik die erst noch erworben werden soll?

Zum anderen war die Rede davon, in das Gebäude eine Bowlingbahn/Kegelbahn zu bauen.Vom Ortsteil Steinhöfel bis zur nächst gelegenen Bowlingbahn, an der Großen Freizeit in Fürstenwalde, sind es nicht einmal zehn Autominuten. Gleichzeitig befindet sich in Beerfelde eine Kegelbahn. Bei dieser Faktenlage haben wir kein Verständnis dafür, aus dem Gemeindehaushalt über eine halbe Mio. Euro für dieses Vorhaben zu entnehmen.

Ebenso ist ein Versammlungsraum geplant. In welchem Flächenverhältnis diese Nutzungsmöglichkeiten zueinander stehen, war bis zur Abstimmung unklar.

Unverantwortliche Haushaltspolitik

Dass Sport und Kultur nicht zu den Haushaltsposten gehören, die unbedingt Gewinne abwerfen müssen, ist uns bewusst. Dass Geld nicht aus dem Fenster geschmissen werden soll, allerdings auch.

Geht ein Objekt im Wert von 2,25 Mio. € in die Anlagebilanz der Gemeinde über, so fallen auf diesen Wert Abschreibungen an, also ein jährlicher Werteverlust, der als Aufwendung gebucht werden muss. Unklar ist bisher, welche Höhe an Abschreibungen jährlich auf unsere Gemeinde zukommen wird. Laut der Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagengüter (AfA-Tabelle) des Bundesfinanzministeriums werden Turnhallen über 30 Jahre (3,3 % pro Jahr) und

Gemeindehäuser über 50 Jahre (2 % pro Jahr) abgeschrieben. Im günstigsten Fall liegen die Abschreibungen also bei jährlich 45.000 €. Hinzu kommen mindestens noch Aufwendungen für Wasser, Strom und Heizung.

Einstige Gaststätte „Ulmenhof“ als Alternative

Keine 100 Meter entfernt vom Schweinestall befindet sich der einstige ‘‘Ulmenhof“, wo sich zuletzt das Restaurant ‘‘La Forchetta‘‘ befand. Das gesamte Objekt steht für 322.635 € (inkl. Maklerkosten etc.) zum Verkauf (Stand 15.05.2019). Das wäre also weniger als der Eigenanteil der Gemeinde für den Umbau des ehemaligen Schweinestalls. Auf dem Nebengelass könnte auch Gemeindetechnik aufbewahrt werden. Unter Beteiligung der Steinhöfeler*innen könnten Ideen für die Innen- und Außennutzung gesammelt werden. Zumindest gibt es im Ulmenhof einen großen Saal als Versammlungsraum.

Auch wegen des wachsenden Zuzugs ins Berliner Umland könnte hier ein Objekt entstehen, dass der Gemeinde deutlich mehr Nutzen und gar Mieteinnahmen durch im Gebäude vorhandene Wohnungen bringen könnte.

Vor diesem Hintergrund geben wir die Hoffnung nicht auf, dass der Beschluss für das Sport- und Multifunktionsgebäudes durch die neue Gemeindevertretung aufgehoben wird und sich die Gemeinde schnell und intensiv mit dem einstigen Ulmenhof befasst.

Martina Richter

Basisgruppe DIE LINKE. Steinhöfel


Kontakt zur Basisorganisation

Ansprechpartnerinnen: Martina Richter & Bettina Lehmann 

DIE LINKE. Stadtverband Fürstenwalde 

- Basisorganisation Steinhöfel - 

Bürgerbüro "Rote Bank"

Mühlenstraße 15

15517 Fürstenwalde

kontakt@linke-steinhoefel.de

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