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2017

Fürstenwalder LINKE nominiert Amtsinhaber Hans-Ulrich Hengst zu ihrem Bürgermeisterkandidaten

Auf ihrer Gesamtmitgliederversammlung am vergangenen Sonnabend hat DIE LINKE. Fürstenwalde einstimmig ihre Unterstützung von Hans-Ulrich Hengst in der bevorstehenden Bürgermeisterwahl beschlossen. Dazu gehören, laut Ortsvorsitzendem Stephan Wende, auch die bekannten Wahlkampfmaterialien wie Flyer und Plakate, aber auch Veranstaltungen wie dem traditionellen Glühweinempfang oder dem Politischen Aschermittwoch, der erstmalig gemeinsam mit der LINKEN in den Bürgermeisterwahlkampf für Hans - Ulrich Hengst ziehenden Fürstenwalder SPD, gestaltet wird.

"In unserem Bürgermeisterwahlkampf werden wir mit Hans-Ulrich Hengst als Amtsinhaber mit viel Schwung und Engagement Wahlkampf für die weitere nachhaltige Entwicklung der Stadt, gegen miese Stimmung und dem Schlechtreden von guter Bürgermeisterarbeit machen." so Wende weiter. "Unser Wahlkampf wird die Erfolge der letzte Jahre und die künftigen Herausforderungen und unsere Antworten darauf benennen. Wir werden im Dialog aufklären, mitnehmen und die Stadt und ihre Einwohner weiter fest in den Mittelpunkt unserer Kommunalpolitik stellen! Es geht um Fürstenwaldes Zukunft - nicht mehr und nicht weniger." so ein kämpferischer Orts- und Fraktionsvorsitzender Stephan Wende.

"Wir und mit uns viele Fürstenwalder wissen, dass die Stadt im Vergleich vieler Städte im Land Brandenburg sich in der Vergangenheit sehr gut entwickelt hat. Mit den Entscheidungen der letzten Wochen und Monaten für wichtige Stadtentwicklungsprojekte, wie Quartiersmanagement in Fürstenwalde (Nord), dem Schulzentrum in Fürstenwalde (Süd), der Fachhochschule in Fürstenwalde (Mitte), aber auch der geplanten Wohnungsneubaugebiete und der gelungenen Ansiedlung neuer Unternehmen in der Stadt, sind wir sehr gut aufgestellt und die neue Etappe, und somit die 2. Amtszeit des Amtsinhabers Hengst, hat klaren Konturen, die wir als LINKE mitgeprägt haben." Diese hat die Gesamtmitgliederversammlung der Fürstenwalder LINKEN auch in ihrem einstimmig beschlossenen Wahlaufruf an ihre Mitglieder, Sympathisanten und natürlich auch alle interessierten Fürstenwalder benannt. "Am 25. Februar haben die Fürstenwalder die Chance, die Weichen für eine gute Zukunft unserer Stadt zu stellen. Der Zug hat Fahrt aufgenommen. Die Stadt entwickelt sich mit Plan: sozial gerecht, in Vielfalt und enkeltauglich." so Wende.

Fürstenwalder LINKE nominiert Amtsinhaber Hans-Ulrich Hengst zu ihrem Bürgermeisterkandidaten

Spiel und Spaß am Kindertag

Am Internationalen Kindertag waren die Fürstenwalder Linken auch in diesem Jahr wieder im Stadtteil Nord präsent. Insgesamt rund 50 Kindern drehten wieder am Glücksrad und konnten durch die richtige Beantwortung einer Frage Preise gewinnen. Daneben gab es aber auch viele Geschicklichkeitsspiele und natürlich fehlte auch das reichhaltige Kuchen- und Brausebuffet nicht.

Gedenken an Karl Marx

Auch wenn zur Zeit eher der junge Karl Marx, dank des hervorragenden Kinofilms von Raoul Peck, in vieler Munde ist, gedachte DIE LINKE in Fürstenwalde traditionell an seinem Todestag dem großen Philosophen. Am Gedenkstein, der in den politischen Wirren der Wendejahre das Porträt von Karl Marx verlor und das durch fleißiges "Dickebretter-Bohren" und Spendensammeln der LINKEN in Fürstenwalde wieder hergestellt wurde, legten Mitglieder des Ortsvorstandes und der Stadtfraktion ein Blumengebinde nieder.

Der Filmemacher Raoul Peck beschreibt die Ursprünge der internationalen sozialistischen Bewegung, die Entstehung des Bundes der Kommunisten und seines Gründungsdokuments, des Kommunistischen Manifests. Zugleich entwirft der Film das Porträt zweier ungestümer junger Männer, die fest an die Vision einer humanen Gemeinschaft und die revolutionäre Kraft der Ausgebeuteten und Unterdrückten glauben. Ein Riesendank an unsere Abgeordneten Thomas Nord und Volkmar Schöneburg, die als Paten den Film gleich in drei Kinos in Oder-Spree holten.

Dabei ist es beliebt, sich über Karl Marx lustig zu machen. Vor allem Mainstream-Ökonomen finden es immer wieder amüsant, dass es nicht zu jenem Massenelend gekommen ist, das Marx prognostiziert hatte. So höhnte der Nobelpreisträger Paul Samuelson: "Man sehe sich die Arbeiter mit ihren Autos und Mikrowellen doch an - besonders verelendet sehen sie nicht aus." Doch auch diesen Spott hat Marx längst überstanden. Marx gehört bis heute zu den meistzitierten Ökonomen, obwohl permanent verkündet wird, dass er historisch überholt sei. Warum ist Marx so bleibend aktuell? Diese Frage wird 2017 wieder Hochkonjunktur haben, denn es gilt ein Jubiläum zu feiern: Marx' Hauptwerk Das Kapital wird 150 Jahre alt.

Am Stil kann es jedenfalls nicht liegen, dass Das Kapital zu einem Klassiker geworden ist. Das Buch ist fast unleserlich, wie schon Jenny Marx befand. Sie riet einem befreundeten Sozialisten, "die dialektischen Spitzfindigkeiten der ersten Abschnitte" einfach zu überspringen. Doch obwohl Das Kapital so schwer verdaulich ist, übt es bis heute einen ungeheuren Sog aus. Und glücklicherweise gibt es auch ganz jugendgerechte Versionen des Marxschen Hauptwerkes. Der Comiczeichner Jari Banas brilliert pünktlich zum Jubiläum mit »Das Kapital« als Comic: Für Einsteigerinnen und Einsteiger. Karl Marx war der erste Theoretiker, der die Dynamik des Kapitalismus richtig beschrieben hat: Die moderne Wirtschaft ist ein permanenter Prozess - und kein Zustand. Einkommen ist niemals garantiert, sondern entsteht erst, wenn unablässig investiert wird. Der Kapitalist darf niemals ruhen, kann sich nicht am Erreichten freuen, sondern muss die Profite stets erneut investieren, wenn er im Rennen bleiben will. Das Gewinnstreben scheint zum Selbstzweck zu verkommen, oder wie es Marx in einem seiner berühmtesten Zitate formulierte: "Akkumuliert, Akkumuliert! Das ist Moses und die Propheten!" Indem Marx den systemischen Prozess betonte, die permanente Verwertung, verlieh er dem Begriff "Kapital" eine neue Bedeutung. Bis dahin hatten die Ökonomen das Kapital als etwas Statisches betrachtet. Geld und Maschinen galten als Vermögenswerte "an sich", die man mühelos bilanzieren konnte. Bei Marx gab es keine Werte, die irgendwie vorhanden waren. Kapital bildete sich erst, wenn produziert wurde, wenn Güter entstanden, die sich mit Gewinn verkaufen ließen.

Marx' Analyse gilt bis heute, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Großkonzerne machen zwar nur ein Prozent der deutschen Firmen aus, aber im Jahr 2012 generierten sie 68 Prozent des gesamten Umsatzes. Gleichzeitig sind 81 Prozent aller Firmen Kleinstbetriebe - aber gemeinsam kamen sie 2012 nur auf ganze 6 Prozent des Umsatzes. Die deutsche Wirtschaft ist also extrem konzentriert; wenige Großkonzerne kontrollieren die gesamte Wertschöpfungskette, von den Rohstoffen bis zum Absatz.

Der Kapitalismus ist zutiefst dialektisch: Die Konkurrenz treibt die Unternehmer an, bis von der Konkurrenz fast nichts mehr übrig ist. Doch obwohl Marx diese Erkenntnis schon vor 150 Jahren formulierte, ist sie im ökonomischen Mainstream noch immer nicht angekommen. Stattdessen träumen die meisten Volkswirte weiterhin von einer "Marktwirtschaft", die durch "perfekten Wettbewerb" gekennzeichnet ist.

Es ist kein Zufall, dass die Mainstream-Ökonomen so beharrlich versuchen, Marx zu ignorieren und zu tabuisieren. Wenn sie ihn lesen würden, müssten sie ihre eigene Theorie in den Mülleimer werfen.

Die Beschäftigung mit Marx ist weiterhin geboten, ob im Kino, als Comic oder in einer der vielen Reszensionen. Vielleicht sogar mit dem Origininal.

LINKE solidarisch mit streikenden Busfahrern

Mit dem Warnstreik beim Busverkehr Oder - Spree, zu dem die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen hatte, hat sich DIE LINKE Fürstenwalde und der Bundestagsabgeordnete Thomas Nord, solidarisch erklärt.

„Wir hoffen, dass Bewegung in die Tarifverhandlungen kommt. Dass die Beschäftigten sich gezwungen sehen, mit einem Warnstreik Gehör zu verschaffen, ist ein schlechtes Zeichen für den Stand der Verhandlungen", so Nord. "Die Lohnforderungen sind bescheiden. Sie liegen knapp über der erwarteten Inflationsrate für 2017 und 2018. Für das Portemonnaie etwa 1,8 bis 2,0 Prozent mehr. Hinzu käme eine kleine Entlastung durch Verbesserungen bei den Urlaubsregelungen. Besonders wichtig erscheint uns eine volle Bezahlung der Wendezeiten. Das sind jene Zeiten, die FahrerInnen an den Endhaltestellen auf neue Einsätze beziehungsweise die nächste Abfahrt warten.", erklärt Thomas Nord. "Völlig inakzeptabel ist es für uns, wenn seitens der Arbeitgeber versucht wird, sogenannte Alt- und Neubeschäftigte gegeneinander auszuspielen. Das gilt ebenso auch für die Beschäftigten im berlinnahen und berlinfernen Raum."

Wir trauern um Maria Meinl

Maria Meinl - eine ganz Große hat uns verlassen.

Wir trauern um unsere Freundin und Genossin.

Die kleine Maria Meinl kennt jeder in der Stadt. Immer aktiv, immer unterwegs. Selbst in den letzten Monaten, in denen sie so sehr gegen ihre schwere Krankheit ankämpfen musste, war sie mit ihrem Rollator in der Stadt zu treffen. Maria Meinl war immer da und immer überall. Sie war es, die die Stadt zu Fuß erlief und daraus ihr Wissen um Zustände und Umstände zog. Ständig "auf Achse" und somit bestens informiert für ihr großes Ehrenamt: Stadtverordnete der LINKEN zu sein. Dafür wurde sie auch mit dem Goldenen Raben der Stadt geehrt. Fraktionsübergreifend. Geachtet und anerkannt. Diese Ehrung war auch eine Anerkennung ihrer Lebensleistung vor und nach 1989. Die Anerkennung für einen sehr persönlichen und oft auch schmerzhaften Prozess der Selbstbefragung, -überprüfung und auch Korrektur von Positionen und Meinungen, die einmal "unverrückbar" erschienen. Und dies immer öffentlich, immer in der ersten Reihe - auch immer anfeindbar. Wie im November 1989, als sie als einzige der SED-Kreisleitung vor dem Dom sich den Menschen, ihren Fragen und ihrem Zorn stellte. Das hat ihr Achtung eingebracht. Mancher Mann hatte nicht den Mut dieser kleinen Frau. Sie war eine durch und durch politische Frau und stand konsequent zu ihrem Leben, auch dem als Sekretär für Agitation und Propaganda der SED - Kreisleitung.

Maria war eine immer auf Ausgleich bedachte Frau. Sie sucht keinen Streit; Streit war ihr fremd und tat ihr körperlich weh. Eher war sie harmoniesüchtig. Doch Ungerechtigkeiten machten sie wütend. Sie kämpfte ihr Leben lang für Gerechtigkeit, für eine Welt in Frieden und Solidarität! Deshalb engagierte sie sich bis zuletzt für den Solidaritätsdienst SODI und seine Hilfsprojekte für die Kinder aus der durch die Katastrophe von Tschernobyl am stärksten verstrahlten Zone in Weissrussland. Dem kleinen Kyril, einem schwer kranken Jungen von dort, war sie die deutsche Oma. Sie organisierte die aufwendige Behandlung im Helios-Klinikum. Sie gewann die Ärzte ebenso wie sie mithalf, das Geld für die Behandlung und den Aufenthalt in Deutschland zu sammeln. Dieser Junge verdankt Maria nicht mehr und nicht weniger als sein Leben. Wobei die Katastrophe von Tschernobyl für Maria zum persönlichen Thema wurde: Sie reiste mehrfach in die Witebsker Region und sammelte fleißig Spenden bei fast jeder Gelegenheit.

Viele Fürstenwalder kennen sie als "Oma der Stadt". Sie war für viele Kinder die Oma mit den Bonbons. Die wusste, ob es zum Sport oder zum Vorspiel geht. Die kein Spiel und keinen Auftritt ihrer richtigen oder einfach "adoptierten" Enkel verpasst hat. Eine Beziehung über Generationen, waren doch die Mütter dieser Kinder oft selbst Kinder der Hortnerin und Erzieherin Maria Meinl. Sie trieb uns alle an, wenn es um Kinder ging. Sie hat darauf gedrungen, dass anlässlich des Frühlingsfestes oder des Kindertages Kinderfeste organisiert wurden. Sie kümmerte sich um Spiele, Kuchen, Brause und bewegte viele Mensche für Ihr Ziel: immer das jeweils beste Kinderfest für die Kleinsten der Stadt. Und ja, Maria Meinl war Mitbegründerin des Bündnisses für Familie unserer Stadt.

Maria, du lebst in unseren Herzen und Erinnerungen fort.

Trauer um Maria Meinl

Neujahrsrede des Ortsvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden