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17. November 2016 Stephan Wende

Halbzeitbilanz in Fürstenwalde

v.l.n.r.: Stephan Wende, Frithjof Bastian, Eberhard Sradnick

Die Kreistagsfraktion der LINKEN hatte zu ihrer zweiten Bilanzveranstaltung zur Halbzeit der Wahlperiode nach Fürstenwalde eingeladen. Die Keistagsabgeordneten Dr. Eberhard Sradnick und Stephan Wende ermöglichten mit ihrem Gespräch den berühmten Blick "hinter die Kulissen". Was wollten die LINKEN erreichen, was gelang und auch was keine Mehrheit gefunden hat. Dr. Sradnick, der auch Landratskandidat der LINKEN ist,  schilderten eindrücklich sein Engagement im Kreistag für die Situation der Landwirtschaft in Oder-Spree, benannte Grenzen und die wenigen Möglichkeiten, die es vor Ort gibt, den Landwirten Unterstützung zu gebn. "Es muss uns gelingen, dass regionale Wirtschafts- und Verbraucherkreisläufe entstehen. Was in Oder-Spree geschaffen wird, muss hier auch Kunden und Käufer finden." so Sradnick.


Stephan Wende, der für die LINKEN im Jugendhilfeausschuss arbeitet, warb für eine eigenständige Jugendhilfe "die das Interesse der Kinder und Jugendlichen zwingend in den Mittelpunkt stellt. Das Kinder- und Jugendhilferecht definiert vorallem eine Haltung die die Verantwortlichen in Verwaltung, Politik und den Fachakteuren einnehmen müssen." Er warb für eine grundsätzliche Erneuerung des Kinder- und Jugendförderplanes "mit den Kids selber und nicht ohne sie! Sie sind Experten ihres eigenen Lebens und müssen gefragt und gehört werden." so Wende.

"Für mich wird die Regionalplanung einen hohen Stellenwert bekommen." so Eberhard Sradnick auf die Nachfrage von Bürgern, was er als künftiger Landrat besser machen würde. "Der Landkreis braucht einen Plan, wohin er sich entwickeln möchte. Er muss gerechter, grüner und klüger werden! Wir brauchen Fortschritte bei den erneuerbaren Energien, aber auch der öffentliche Personennahverkehr muss bedarfsgerecht umgebaut werden. Der Busverkehr muss - wie in Frankfurt - wieder in die Verantwortung des Landkreises komme." Auch vor der Frage Kreisgebietsreform und künftiger Verwaltungssitz drückte er sich nicht. " Ich sehe in der bevorstehenden Reform Chancen und Gefahren.
Denen zu begegnen, bedeutet, dass wir uns an die Gestaltung der Reform machen müssen. Nur wir wissen vor Ort, was richtig sein wird. Ich werbe für gemeinsame Steuerungsgruppen zwischen Frankfurt und Oder-Spree. Auch auf der Ebene der Kommunalpolitik, denn hier muss die Idee des gemeinsamen Landkreises entstehen. Die Übertragung einiger Landesaufgaben auf die Kreisebene erachte ich als sinnvoll, es stärkt die Kompetenz der Landkreise." so Sradnick. "Wichtiger als der Amtssitz des Landrates ist es mir, dass die Bürger ohne große Wege vor Ort ihre Unterstützung und Beratung erfahren. Wir brauchen ein Netz von kommunalen Bürgerämtern, gerne als gemeinsames Projekt der jeweiligen Kommune und des Landkreises."