27. November 2010

Nazis in Schöneiche ausgepfiffen.

Die rechtsextreme NPD versuchte am Wochenende erneut in Schöneiche Fuß zu fassen. Als Höhepunkt des von ihr initiierten rechtspopulistischen Bürgerbegehrens "Schule statt Rathaus" mobilisierte die Neonazi-Partei Anhängerinnen und Anhänger aus dem ganzen Land Brandenburg und Berlin.

Foto: Antifa Erkner


Ab etwa 9.30 Uhr versammelten sich am 27.November 2010 an der Schöneicher Dorfaue circa 40 bis 50 Mitglieder und AnhängerInnen der NPD aus ganz Berlin und Brandenburg. Darunter allerdings nicht mehr als 5 SchöneicherInnen.

Die Woltersdorfer NPD-Mitglieder Antja Kottusch und Andreas Kavalir hatten geladen, um den "Höhepunkt" des von ihnen jüngst aus rechtspopulistischen Motiven in Schöneiche durchgeführten Bürgerbegehrens "Schule statt Rathaus" zu zelebrieren.

Geschützt von einem für Schöneicher Verhältnisse Großaufgebot der Polizei froren die Neonazis während der plumpen Reden ihrer drei WortführerInnen einsam auf der großen Fläche zwischen Edeka-Parkplatz und Straßenbahnhaltestelle.

Dabei wurden die ausländerfeindlichen und antidemokratischen Parolen der Nazis - durchgehend von nichts weiter als flachem Populismus zeugend - permanent von den Pfeifenklängen der über 70 demokratischen Gegendemonstrantinnen und -demonstranten übertönt.

Die Mitglieder des Schöneicher Bündnisses für Demokratie und Toleranz, unter anderem vom Jugendbeirat, der evangelischen Kirchengemeinde, Gewerbetreibenden sowie Linkspartei, SPD, Grünen u.v.m. machten auf diese Weise erneut deutlich, dass sie jeglicher braunen Hetze und den Profilierungsversuchen der NPD in Schöneiche entschlossen entgegentreten.

Unterstützt wurden sie dabei von der Freiwilligen Feuerwehr und den Einkaufsmärkten Edeka und AWG, welche den DemokratInnen Schwedenfeuer, Glühwein und Apfelpunsch spendierten.

Auf Antrag der Ausschussvorsitzenden Beate Simmerl (DIE LINKE.) unterbrach gegen 11 Uhr auch der Finanzausschuss der Gemeindevertretung seine ganztägige Haushaltssitzung und verstärkte mehrheitlich die BündnisaktivistInnen an der Dorfaue.

Mit von der Partie war zudem der Landtagsabgeordnete sowie LINKEN-Kreisvorsitzende Peer Jürgens.

Nachdem die NPD sich mit Eierwürfen (eines davon traf das Auto ihres Landesvorsitzenden Klaus Beier) und Parolen wieder einmal der Lächerlich preisgegeben hatte, wurde die Kundgebung um 11.30 Uhr bereits über eine Stunde vor dem geplanten Ende um 13 Uhr abgebrochen.

Das Ergebnis: Die Nazis hatten sich etwa eineinhalb Stunden lang frierend ihre bekannten, rassistischen, fremdenfeindlichen und antidemokratischen Kampfsprüche vorgebetet, ausgepfiffen vom Bündnis für Demokratie und Toleranz und von ihrer Zielgruppe, den unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern von Schöneiche, komplett ignoriert.

Und wie die NPD für Recht und Ordnung sorgt bewiesen nach dem Abzug der Neonazis einmal mehr die hinterlassenen Schmierereien an der Skateranlage und dem Denkmal für die während der NS-Zeit ermordeten jüdischen SchöneicherInnen.













Dass sich die Frage "Schule oder Rathaus" in Schöneiche längst nicht mehr stellt, macht ein Blick in die roten Zahlen der Gemeindefinanzen für die kommenden Jahre deutlich...

DIE LINKE. wird sich auch weiterhin in Schöneiche und überall den Neonazis entgegenstellen! Helfen Sie mit!


Weitere Informationen finden Sie auch unter www.afaerkner.blogsport.de.

Kontakt: dielinke-schoeneiche@gmx.de