„FrauenPerspektiven in Brandenburg“

22. Brandenburgische Frauenwoche eröffnet

Diese Woche ist immer ein aktueller Anlass für eine Bestandsaufnahme zur Situation der Frauen und Mädchen in unserem Land.

Mit dem vor einem Jahr verabschiedeten „Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm“ hat die rot – rote Koalition wichtige Voraussetzungen für die Gleichstellung im Land Brandenburg geschaffen. Normalität  und Realität ist sie aber längst noch nicht überall.

Es bleibt die Aufgabe, ein sozio-kulturelles Umfeld zu schaffen, das Frauen nicht nur eine berufliche und familiäre Perspektive eröffnet, sondern ein attraktives, freies und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Die Tatsache, dass die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in Brandenburg deutlich geringer ausfallen als im Bundesdurchschnitt, kann uns nicht befriedigen. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist ein elementares Gebot des Anstands, eine gute Kinderbetreuungs – und Bildungsinfrastruktur eine Notwendigkeit für das ganze Land.

Für unser Leitbild 2020plus ist die Gleichstellung der Frauen ein zentrales Thema. Denn auch Brandenburgs Zukunft ist weiblich.

Fraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser und die  Sprecherin für Frauen-, Familien- und Gleichstellungspolitik Helga Böhnisch in einer Presseerklärung der Landtagsfraktion der Partei DIE LINKE

17. Dezember 2011

Was geschieht mit der„Weihnachtsgans Auguste“ im Friedrich – Wolf- Theater?

Sie will unter anderem wissen, wie viele Kitas, Schulen und Sportanlagen zwischen 1949 und 1990 sowie ab 1990 umbenannt wurden. Auch fragt sie nach, welche Einrichtungen noch heute Namen von in der DDR als verdient anerkannten Kommunisten tragen.  Ferner soll die Landesregierung auflisten, wie viele Erinnerungstafeln aus der Zeit von 1949 bis 1990 noch heute an Häusern angebracht sind und wie viele Statuen, Plastiken und Büsten aus der DDR-Zeit noch heute im öffentlichen Raum stehen.

Dazu erklärt  Helga Böhnisch, Mitglied des Landtages Brandenburg und Vorsitzende der LINKEN in Eisenhüttenstadt:
Mit der Art und Weise ihrer Fragestellungen beweist die CDU-Fraktionschefin Saskia Ludwig einmal mehr, dass sie die tatsächlichen Probleme Brandenburgs aus dem Blick verloren hat. Hinter jeder Gedenktafel und unter jedem Gedenkstein aus DDR-Zeiten wittert die CDU-Fraktionsvorsitzende offensichtlich die Gefahr einer kommunistischen Weltverschwörung. Die Themen, die die Menschen in Brandenburg tatsächlich umtreiben, haben mit der anhaltenden Eurokrise, dem gewalttätigen Treiben von Neonazis und der Frage nach der eigenen wirtschaftlichen Existenz zu tun, wie jüngst eine repräsentative Meinungsumfrage hervor brachte.

Es ist doch bezeichnend, dass das Erkenntnisinteresse an vermeintlichen DDR-Symbolen in den Reihen der CDU in Brandenburg erst erwacht ist, seitdem die Christdemokraten nicht mehr an der Regierung beteiligt sind.
Das Agieren der CDU in der Opposition wird zunehmend anmaßender und ahistorischer  und  zeigt, dass es ihren Akteuren im Umgang mit der DDR-Vergangenheit weniger darum geht, eine differenzierte Geschichtsbetrachtung anzustreben.
Der Antikommunismus treibt im Gefolge von Saskia Ludwig neue traurige Blüten, geht es ihr und ihren Gefolgsleuten landauf landab doch darum, den Prozess der Geschichtsaufarbeitung für die tagespolitischen Auseinandersetzungen zu instrumentalisieren. Eine tiefgründige historische Betrachtung ist nicht gewollt und kein demokratischer Konsens, wie gefährlich die Entwicklungen hinsichtlich des Rechtsextremismus auch sind, wie in jüngster Zeit deutlich zu spüren ist.
 
Für ihre durchsichtigen Zwecke nun auch das parlamentarische Instrument einer Kleinen Anfrage auszunutzen, erinnert in ihrer Zielsetzung an den lächerlichen Versuch von „Bilderstürmerei“.

Wovor will sie die Bürgerinnen und Bürger Brandenburgs bewahren? Vor dem Selbstdenken? Vor ihrer Selbstachtung?
Wäre sie konsequent, sollte sie folgende Zusatzfragen stellen:
1.     In wieviel Haushalten in Brandenburg werden noch Pionierhalstücher aus der DDR aufbewahrt? (Dabei ist zu unterscheiden in „Rote“ und „Blaue“)
2.     Wieviele Bürgerinnen und Bürger haben noch ihre DDR-Fahrerlaubnis?
3.     Wie viele Menschen besitzen noch die Werke von Marx und Engels?
4.    Wer will in Eisenhüttenstadt die „Weihnachtsgans Auguste“ des Kommunisten Friedrich Wolf in unserem Theater noch sehen?


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