19. November 2016 Stephan Wende

Eberhard Sradnick eröffnet die Gemeinschaftsschulkonferenz

 

"Die Gemeinschaftsschule - eine Chance von Heute und Morgen!?" hieß das Thema der Gemeinschaftsschulkonferenz der LINKEN, die Eberhard Sradnick am vergangenen Freitag begrüßen durfte. Schulleiter*innen, Pädagog*innen und Bildungspolitiker*innen aus der gesamten Bundesrepublik folgten der Einladung nach Fürstenwalde an die Sonnengrundschule, die "durch die Stadt hervorragend zur Inklusiven Schule umgebaut wurde." wie Eberhrad Sradnick den Anwesenden mit Stolz erklärte. "Ich streite im Kreistag und vor Ort in meiner Kommune für die Gemeinschaftsschule als Schule für alle." Als positive Beispiele benannte er die Grund- und Obeschule in Müllrose und Bad Saarow vor. "Es wäre wünschenswert, wenn noch mehr Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen aber auch die Kommunen erkennen, dass die inklusive Schule, die das gemeinsame Lernen aller in den Mittelpunkt stellt, die Schule der Zukunft sein wird. Sie müssen sich auf dem Weg machen, diese als Schulzentren zu entwickeln."

Unterstützung erhielt er von Kathrin Dannenberg, der bildungspolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion DIE LINKE, die das Konzept der Landesregierung zur Gründung von Schulzentren vorstellte. "Eine Schule mit einem Schulprogramm, einem Schulträger, einem Kollegium, einer Leitung." verspricht sie und erklärt das Ziel der Landesregierung "für mehr Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen die Rahmenbedingungen für langes gemeinsames Lernen deutlich zu verbessern." Dazu gehören multiprofessionelles Team in den Schulen und gesonderte Stelle in der Schulleitung, aber auch Inklusion als Pflicht des Schulprogramms. Gleichzeitig kündigte sie ein Kommunales Investitionsprogramm des Landes mit 80 Millionen Euro für Bildung für die nächsten drei Jahre an.

Auch für Fürstenwalde wünscht sich Stephan Wende, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in Fürstenwalde, die Entstehung von Schulzentren. "Und wir sollten die Chance, die das Konzept der Landesregierung bietet, konsequent nutzen: Schulzentren mit in Kooperation von Oberstufenzentrum und dem Gymnasium. Sowohl die Jähn- und Gagarin-Schulen können jetzt schon sich zu einem Bildungscampus entwickeln als auch das die Gossmann-Grundschule und die Spree-Oberschule künftig eine gemeinsames Schulzentrum werde können. Das muss jetzt, wo der Schulneubau für die Spree-Oberschule diskutiert wird, auf den Weg gebracht werden. Denn wir müssen dann anders und besser bauen!"

In einer Gemeinschaftsschule können alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam von- und miteinander lernen. In der Gemeinschaftsschule werden die Schüler*innen nicht in abschlussorientierte Klassen oder Lerngruppen sortiert. "Es gibt keine begabungsgerechte Gliederung der Schulen. Ausgrenzung im Bildungssystem muss überwunden werden." forderte die Bildungsexpertin der Linksfratin im Bundestag, Dr. Rosemarie Hein und fragte verschmitzt nach "warum eigentlich dass Gymnasium gezwungen wird, Schüler*innen nach Leistungen auszusortieren statt sie individuell und nach ihren Stärken zu fördern." Es darf keine frühzeitige Trennung in besondere Bildungsgänge zum Abitur geben.Die "Schule von morgen" wird alle Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Ausgangslagen akzeptieren und individuell fördert. "Wir sind überzeugt davon, dass alle Kinder in ihrer Individualität gefördert werden müssen und zu einem höchstmöglichen Schulabschluss geführt werden können." so Dr. Hein.

"Ich glaube, dass gute Gemeinschaftschule künftig zu Schule ohne Hausaufgaben dafür gesundem Mittag für alle werden können. Mit fachübergreifendem Unterricht ohne Klingelzeichen dafür mit offenen Lernformen und -inseln sein können." warb Eberhars Sradnick nochmal in seinem Grußwort. "Bildung sichert Zukunft, macht selbstbewusst und selbständig und stark gegen jeglichen Extremismus. Oder-Spree soll eine echte Bildungsregion werden. Inklusiv und bestens aufgestellt. Von der frühkindlichen und allgemeinen Bildung bis hin zur Erwachsenen-, Aus- und Weiterbildung. Dafür müssen wir die Bildungsinstitutionen besser vernetzen, Modellprojekte koordinieren, Zugänge sichern und aus Schulen und Ausbildungsstätten öffentliche und anerkannte Orte der Kommunikation und Begegnung machen!"